Geistliche Situation auf dem Balkan

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Der Balkan Ein politisches Pulverfass

Die nach Osten hin offenen Küsten und die Durchgängigkeit des Nordens machten den Balkan von jeher zu einer wichtigen Brücke zwischen Asien und Europa, aber auch immer wieder zum Schauplatz von Konflikten, Kriegen und ethnischen Unruhen.
Zahlreiche historische Staaten spielten in der Kultur und Geschichte dieser Region eine bedeutende Rolle. Dazu gehörten das Römische und das Byzantinische Reich sowie später das Osmanische Reich, die Republik Venedig und Österreich-Ungarn. Auch Russland betrachtete auf Grund des dort verbreiteten orthodoxen Glaubens den Balkan als sein Einflussgebiet, wobei auch territoriale Interessen verfolgt wurden.
Mehr als die Hälfte der Einwohner aller Balkanstaaten hängen einer der orthodoxen Kirchen an. Im Westen der Balkanhalbinsel dominiert jedoch die römisch-katholische Kirche. Zwischen Katholiken und Orthodoxen leben zudem zahlreiche vor allem slawische, albanische und türkische Muslime - insgesamt etwa ein Viertel aller Einwohner der Balkanhalbinsel.

 

 

Der Balkan Die geistliche Situation

Obwohl das Balkangebiet in der Geschichte durch Kriege und politische Veränderungen immer wieder im Fokus des Weltgeschehens stand, hat diese Gegend leider nie eine wirkliche geistliche Erweckung erlebt und war auch kaum das missionarische Herzensanliegen vieler Christen. Natürlich hängt es auch damit zusammen, dass dieses Gebiet so schwer mit dem Evangelium zu erreichen ist. Da wo es großen Wiederstand gibt, da stellt man schnell die missionarischen Bemühungen ein oder zieht sich aus dem Gebiet ganz zurück. Deshalb gehören die meisten Balkanländer bis heute zu den am wenigsten evangelisierten Ländern Europas. Es gibt große Gebiete, wo es keine oder nur wenige christliche Gemeinden gibt und da wo neue Gemeinde entstehen, geht die Arbeit nur sehr langsam und unter viel Mühe weiter.